{"id":370,"date":"2015-09-25T17:19:11","date_gmt":"2015-09-25T17:19:11","guid":{"rendered":"http:\/\/lehr-instrumente.de\/?p=370"},"modified":"2015-09-25T17:19:11","modified_gmt":"2015-09-25T17:19:11","slug":"foerderung-der-kompetenzentwicklung-mit-digitalen-medien-teil-4","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/lehr-instrumente.de\/?p=370","title":{"rendered":"F\u00f6rderung der Kompetenzentwicklung mit digitalen Medien &#8211; Teil 4"},"content":{"rendered":"<p>Nachdem ein kurzer \u00dcberblick \u00fcber Neue Medien gegeben wurde, soll nun mit den Einsatzm\u00f6glichkeiten begonnen werden. Da nahezu jeder Jugendliche \u00fcber ein Mobilger\u00e4t verf\u00fcgt, m\u00f6chte ich mit dem Mehrwert mobilen Lernens beginnen.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Smartphones und Tablet-PCs erm\u00f6glichen einen ubiquit\u00e4ren, allgegenw\u00e4rtigen<br \/>\nZugang zu Wissen, sozialen Netzwerken und ein situatives bzw. kontextbezogenes Lernen\u00a0 (de Witt 2013, S.15).<\/p>\n<p>Auf der Ebene der Mikromobilit\u00e4t k\u00f6nnen Lernende nun \u00fcberall an jedem Ort lernen. Hierdurch wird ein \u201eCasual Learning\u201c, ein beil\u00e4ufigeres und informelles<br \/>\nLernen m\u00f6glich, auch in privaten und beruflichen Alltagsroutinen. F\u00fcr mobiles Lernen<br \/>\nspeziell konstruiert, das \u201eMicrolearning\u201c, kurze Lerneinheiten, sogenannte \u201eLearning<br \/>\nNuggets\u201c, mit denen beispielsweise Wartezeiten sinnvoll f\u00fcrs Lernen genutzt werden<br \/>\nk\u00f6nnen. Auf der Ebene der Makromobilit\u00e4t kann Lernen nun auch den nat\u00fcrlichen Orten<br \/>\nangepasst werden, die zum Lernen passen, das kann z.B. ein Museum oder auch der Zoo<br \/>\nsein, also realweltliche Exkursionen, aber nat\u00fcrlich auch Arbeitskontexte (Wessner et al.<br \/>\n2012, S.459; de Witt 2012, S.7). Der Begriff Augmented Reality ist daher ebenso mit<br \/>\nMobile Learning assoziiert. Ein realer Standort kann mit spezifischen Daten angereichert<br \/>\nwerden und hierzu passende Informationen liefern. Bekannt ist die Layar App, die nach<br \/>\nAbfilmung der Umgebung f\u00fcr Zusatzinformationen sorgt (de Witt 2013, S.15).<\/p>\n<p>Mobiles Lernen bietet das Potential Lern- und Arbeitssituationen st\u00e4rker als bisher miteinander zu verbinden. Die Lerninhalte und Lernaufgaben k\u00f6nnen in authentischer Umgebung situiert und auch zur Nutzungssituation adaptiv angeboten werden.<\/p>\n<p>In der beruflichen Erstausbildung sollte ein Einbezug mobiler Endger\u00e4te f\u00fcr Bildungszwecke unbedingt erfolgen. Schlie\u00dflich liegen Handys bzw. Smartphones als Nutzungsweg des Internets bei Jugendlichen an der Spitze (MPFS 2014, S.24). Die Auszubildenden sollen lernen die Ger\u00e4te auch f\u00fcr das Lernen zu nutzen. Au\u00dferdem werden, wie beschrieben, mobile Ger\u00e4te auch im Lernort Betrieb immer \u00f6fters eingesetzt. So nutzen mittlerweile einige Krankenh\u00e4user Palmtops f\u00fcr die mobile Patientendokumentation (D\u00f6ring 2007, S.8). Falls Lernplattformen zur Verf\u00fcgung stehen, sollten diese f\u00fcr mobile Anwendungen erweitert werden bzw. die Auszubildenden sich die entsprechende Applikation (App) installieren. Aber auch f\u00fcr das Unterrichtsgeschehen sollten Handys bzw. Smartphones nicht verbannt, sondern in Lernaufgaben integriert werden. F\u00fcr Gruppenarbeiten k\u00f6nnen mobile Endger\u00e4te zur Informationsrecherche genutzt werden, ebenso als kognitives Werkzeug zur Produktion von Mindmaps, Fotos oder Videos (D\u00f6ring 2005, S.325). Mittlerweile gibt es sehr gute Mindmap-Apps und viele weitere Applikationen f\u00fcr Bildungszwecke. (<a href=\"http:\/\/www.educationalappstore.com\/\">http:\/\/www.educationalappstore.com\/<\/a>)<\/p>\n<p>Da viele Schulen, insbesondere Bildungsinstitute f\u00fcr Gesundheitsberufe, \u00fcber zahlreiche<br \/>\nAusstellungsschr\u00e4nke mit anatomischen Modellen oder Plastinaten verf\u00fcgen, k\u00f6nnen<br \/>\nhierzu passende Informationen mittels QR- Codes geliefert werden.Diese Codes codieren eine Webadresse, die mit einer QRReader App abfotografiert werden kann und dann die codierte Information \u00f6ffnet. Als Lehrende muss eine Webseite gefunden werden, die die passenden Informationen zum jeweiligen Ausstellungsst\u00fcck enth\u00e4lt und m\u00f6glichst interessant gestaltet ist, dass sie zum Lesen oder Anschauen (bei Videos) motiviert. Die Erstellung des QR Codes erfolgt mit dem frei verf\u00fcgbaren QR Code- Generator. <a href=\"http:\/\/www.qrcode-generator.de\/\">http:\/\/www.qrcode-generator.de\/ <\/a><\/p>\n<p>Somit wird ein situierter Zugriff auf Lernmaterialien m\u00f6glich (Rensing\/Tittel 2013, S.136). QR- Codes k\u00f6nnen ebenso Lernfragen oder ein Quiz kodieren. Sie k\u00f6nnen auch f\u00fcr eine Schnitzeljagd genutzt werden. Einen Bekanntheitsgrad hat hierbei Munzee, ein Geocaching \u00e4hnliches Schnitzeljagd- Gel\u00e4ndespiel, erlangt. Es kommt auf das didaktische Szenario an, ob die in dem QR- Code enthaltenen Informationen nur passiv konsumiert, oder auch aktiv verarbeitet werden. Wenn diese beispielsweise f\u00fcr eine Gruppenarbeit ben\u00f6tigt werden, bei der \u00fcber diese Inhalte gemeinsam diskutiert und sich ausgetauscht werden muss sowie als Abschluss eine gemeinsame Pr\u00e4sentation erfolgt, dann kann diese mediale Form zum aktiven Lernen und zu einer Kompetenzentwicklung beitragen (Keist\/Gissler 2013, S.237). Nat\u00fcrlich w\u00e4re diese Distribution von Informationen auch mit Scripts m\u00f6glich, aber au\u00dfer den einsparenden Kopierkosten findet auf diese Weise ein Beitrag f\u00fcr die wesentlich bedeutungsvollere F\u00f6rderung der Medien- und der Selbstlernkompetenz der Auszubildenden statt.<\/p>\n<p>Literaturverzeichnis:<\/p>\n<p>de Witt, Claudia (2012): Neue Lernformen f\u00fcr die berufliche Bildung: Mobile Learning \u2013<br \/>\nSocial Learning \u2013 Game Based Learning. In: Lernen mit digitalen Medien, Zeitschrift des<br \/>\nBundesinstituts f\u00fcr Berufsbildung. Online unter:<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.bibb.de\/veroeffentlichungen\/de\/publication\/download\/id\/6881\">http:\/\/www.bibb.de\/veroeffentlichungen\/de\/publication\/download\/id\/6881<\/a><\/p>\n<p>de Witt, Claudia (2013): Vom E-Learning zum Mobile Learning \u2013 wie Smartphones und<br \/>\nTablet PCs Lernen und Arbeit verbinden, In: de Witt, Claudia; Sieber, Almut (Hrsg.):<br \/>\nMobile Learning. Potenziale, Einsatzszenarien und Perspektiven des Lernens mit mobilen<br \/>\nEndger\u00e4ten, Wiesbaden, Springer, S.13-26.<\/p>\n<p>D\u00f6ring, Nicola (2005): Mobile Kommunikation, In: H\u00fcther, J\u00fcrgen; Schorb, Bernd (Hrsg.):<br \/>\nGrundbegriffe Medienp\u00e4dagogik, M\u00fcnchen, kopaed, S.318-326.<\/p>\n<p>D\u00f6ring, Nicola (2007): Immer an der Wissensquelle. Vom E-Learning zum Mobile Learning, In: Padua. Die Fachzeitschrift f\u00fcr Pflegep\u00e4dagogik, Band 3, Stuttgart, Thieme, S.6-12.<\/p>\n<p>Keist, Marcel; Gissler, Max (2013): E-Learning bei der Schweizerischen Post wird laufend<br \/>\nmobile, In: de Witt, Claudia; Sieber, Almut (Hrsg.): Mobile Learning. Potenziale, Einsatzszenarien und Perspektiven des Lernens mit mobilen Endger\u00e4ten, Wiesbaden, Springer, S. 218-239.<\/p>\n<p>Rensing, Christoph; Tittel, Stephan (2013): Situiertes Mobiles Lernen \u2013 Potenziale, Herausforderungen und Beispiele, In: de Witt, Claudia; Sieber, Almut (Hrsg.): Mobile Learning.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nachdem ein kurzer \u00dcberblick \u00fcber Neue Medien gegeben wurde, soll nun mit den Einsatzm\u00f6glichkeiten begonnen werden. 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