{"id":263,"date":"2013-07-03T17:46:07","date_gmt":"2013-07-03T17:46:07","guid":{"rendered":"http:\/\/lehr-instrumente.de\/?p=263"},"modified":"2013-07-03T17:50:29","modified_gmt":"2013-07-03T17:50:29","slug":"neue-wege-furs-lernen-podcasts","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/lehr-instrumente.de\/?p=263","title":{"rendered":"Neue Wege f\u00fcrs Lernen &#8211; Podcasts"},"content":{"rendered":"<p>Neue Medien allein erzielen noch keinen Lerngewinn. Erst wenn sie auch didaktisch aufbereitet sind, kann ein Lernerfolg eintreten. Vorteile bzw. Potentiale Neuer Medien sind allerdings das\u00a0zeitlich und \u00f6rtlich flexible Lernen\u00a0sowie eine Steigerung und Aufbau der Medien- und Informationskompetenz. Podcasts, eine neue Form des &#8222;akustischen Genusses&#8220;, werden heutzutage auch \u00a0immer \u00f6fter f\u00fcr Bildungszwecke genutzt. Welche Podcasts sind\u00a0f\u00fcr unsere Sch\u00fcler zu empfehlen und worauf ist zu achten, wenn man selber ein Podcast erstellen m\u00f6chte?<!--more--><\/p>\n<p>Der Begriff \u201ePodcast\u201c ist eine Zusammensetzung aus dem bekannten MP3- Player von Apple, dem \u201eiPod\u201c, und dem englischen Wort \u201ebroadcasting\u201c. Das Podcasting kann grob als eine Art \u201eRadio auf Abruf\u201c beschrieben werden (Bastiaens, 2011, S.85; Rennstich, 2005, S.2). Podcasts sind digitale Audiodateien bestehend aus Sprache, Musik oder Ger\u00e4uschen, die entweder am PC oder mit Hilfe eines mobilen Endger\u00e4tes geh\u00f6rt werden k\u00f6nnen (Schmidt, 2007, S.3). Im Gegensatz dazu beinhalten Video Podcasts, oder auch kurz Vodcasts genannt, visuelle Kommunikationselemente und m\u00fcssen in einem anderen Dateiformat erstellt werden. \u00a0Ein Enhanced Podcast ist wiederum ebenso nicht rein auditiv, sondern mit Bildern, \u00a0zus\u00e4tzlichem Text oder Lesezeichen angereichert (ebenda, 2007, S.4).<\/p>\n<p>Damit aber ein erstellter Podcast wirklich erfolgreich ist, d.h. zum einen \u00fcberhaupt von den Nutzern bis zum Ende angeh\u00f6rt wird und zum anderen die erhoffte Absicht des Podcasts-Producers erzielt wird, ist eine vorherige Planung \u00e4u\u00dferst wichtig. Insbesondere wenn ein Podcast in Bildungskontexten Anwendung finden soll, es sich also um einen \u201eEducast\u201c handelt, ist eine vorangehende didaktische Konzeption und Gestaltung unerl\u00e4sslich, um Lernerfolge zu erzielen (Zorn et al, 2011, S.1).<\/p>\n<p>Die Funktion eines Podcasts ist nach Schneider (2011, S. 165) dem Teleteaching zuzuordnen. Wissen wird durch instruierendes Lehren dargestellt und kann orts- und zeitunabh\u00e4ngig aufgenommen werden. Zudem tr\u00e4gt die Nutzung und insbesondere die Produktion von Podcasts dazu bei, selbstgesteuert zu lernen sowie Bildung und Teilhabe zu erm\u00f6glichen (Zorn et al, 2011, S.3 ff.).<\/p>\n<p>Wie bei anderen Bildungsangeboten auch m\u00fcssen bei der Erstellung eines Podcasts didaktische Parameter, wie z.B. die Ausrichtung an die Zielgruppe, die Lernziele und die Lernmethodik,\u00a0 beachtet werden. Die Qualit\u00e4t mediengest\u00fctzter Lernangebote h\u00e4ngt hierbei deutlich mehr von der Konzeption ab, da \u00c4nderungen oder Anpassungen schwieriger umgesetzt werden k\u00f6nnen als beispielsweise beim normalen Pr\u00e4senzunterricht. Eine vollst\u00e4ndige vorherige didaktische Planung ist daher sehr wichtig (Kerres, 2001, S.52).<\/p>\n<p>Ein Podcast soll fundiertes Wissen zum Thema liefern, allerdings auch nicht zu theoretisch und zu \u201etrocken\u201c wirken. Er soll f\u00fcr die H\u00f6rer ansprechend sein, indem eine Anwendbarkeit dieses neuen Wissens in die Praxis verdeutlicht wird. Durch Nutzen von \u201enarrativen Ankern\u201c, z.B. die Einbettung von Situationen aus dem Berufsleben, soll eine Verankerung der neuen Wissensinhalte in berufliche Zusammenh\u00e4nge erm\u00f6glicht werden (Reinmann, 2011, S. 124). Somit wird auch versucht m\u00f6glichst viele Lernende mit ihren unterschiedlichen Lernstilen zu erreichen (Schneider, 2011, S.25).<\/p>\n<p>Die Thematik muss m\u00f6glichst direkt am Anfang das Interesse der H\u00f6rer wecken. Der Podcast sollte nicht zu lange sein (Blok &amp; Godsk, S. 125), empfehlenswert sind ca. 15 Minuten. Zudem muss die Stimme des Sprechers gut zu verstehen sein und eine bestimmte Sprechgeschwindigkeit sollte nicht \u00fcberschritten werden, damit es nicht zu einer kognitiven \u00dcberlastung der H\u00f6rer kommt\u00a0 (Weidenmann, 2009, S.82).\u00a0 Ebenso wirken St\u00f6rger\u00e4usche und zu viele \u00fcberlappende Handlungen demotivierend.<\/p>\n<p>Erkenntnisse aus dem Speaker\/ Gender- Effekt belegen eine h\u00f6here Lernmotivation, wenn\u00a0 weibliche Sprecherinnen eingesetzt werden (Linek et al, 2010, p.487).Ebenso hat es sich\u00a0gezeigt, dass ein informeller Sprechton und die Ansprache in der zweiten Person lernf\u00f6rderlicher sind (Mayer, 2009, S.242). So soll der Text des Podcasts m\u00f6glichst nicht zu formell formuliert sein.\u00a0Eine Intro- Musik bzw. kurze Musikeinlagen sollen zur Auflockerung und zur leichteren Wissensaufnahme dienen. Hierbei muss allerdings das Urheberrecht beachtet werden (Sauer, 2007, S. 265f.).<\/p>\n<p>Welche Podcasts sind denn nun f\u00fcr Fachpflegekr\u00e4fte im OP oder OTA- Auszubildenden zu empfehlen?<\/p>\n<p>Didaktisch gut aufbereitet und sogar mit Auszeichnung! sind die Pathocasts, hergestellt von der Universit\u00e4t Aachen, die bei Youtube teilweise zur Verf\u00fcgung gestellt werden. Hier der Link:<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/results?search_query=pathocasts&amp;oq=pathocasts&amp;gs_l=youtube.3...833.5452.0.6081.15.10.2.3.3.0.168.1165.3j7.10.0...0.0...1ac.1.11.youtube.bKe_CfrIBjw\">https:\/\/www.youtube.com\/results?search_query=pathocasts&amp;oq=pathocasts&amp;gs_l=youtube.3&#8230;833.5452.0.6081.15.10.2.3.3.0.168.1165.3j7.10.0&#8230;0.0&#8230;1ac.1.11.youtube.bKe_CfrIBjw<\/a><\/p>\n<p>Hier ein Beispiel, es gibt aber noch viele weitere&#8230;<\/p>\n<p><small>eingebunden mit <a href=\"http:\/\/wordpress.org\/extend\/plugins\/embedded-video-with-link\/\" title=\"Plugin-Website\"><em>Embedded Video<\/em><\/a><\/small><br \/><object type=\"application\/x-shockwave-flash\" data=\"http:\/\/www.youtube.com\/v\/5LAIPWUW7w0\" width=\"425\" height=\"350\"><param name=\"movie\" value=\"http:\/\/www.youtube.com\/v\/5LAIPWUW7w0\" \/><param name=\"autostart\" value=\"true\" \/><param name=\"wmode\" value=\"transparent\" \/><\/object><br \/><a title=\"YouTube\" href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=5LAIPWUW7w0\">YouTube Direkt<\/a>\n<!-- generated by WordPress plugin Embedded Video -->\n<\/p>\n<p>In meinem n\u00e4chsten Beitrag werde ich meinen eigenen, selbst erstellten, Podcast einstellen und hoffe dann auf R\u00fcckmeldung von Euch Kollegen \ud83d\ude09<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Hier die Literaturangaben zu meinem Beitrag:<\/strong><\/p>\n<p>Bastians, Theo J. (2011). Gestaltung und Entwicklung von neuen Medien. Hagen: Fernuniversit\u00e4t in Hagen (Kursnummer 33084)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Nesbit, John, Belfer, Karen &amp; Leacock, Tracey (Version 1.5). Learning Object Review Instrument (LORI). User Manual. URL:<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.transplantedgoose.net\/gradstudies\/educ892\/LORI1.5.pdf\">http:\/\/www.transplantedgoose.net\/gradstudies\/educ892\/LORI1.5.pdf<\/a><\/p>\n<p>[ zuletzt abgerufen am 19.05.2013]<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Reinmann, Gabi (2011). Instructional Design. Hagen: Fernuniversit\u00e4t in Hagen (Kursnummer 33082)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Rennstich, Joachim Karl (2005). Podcasting. In Hohenstein, Andreas &amp; Wilbers, Karl (Hrg.), <i>Handbuch E-Learning<\/i> (Kapitel 5.12). K\u00f6ln: Deutscher Wirtschaftsdienst<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Schmidt, Tim (2007). Podcasts: Neue Chancen f\u00fcr die universit\u00e4re Bildung. URL: <a href=\"http:\/\/www.e-teaching.org\/didaktik\/gestaltung\/ton\/podcast\/langtext_podcast_04_09_07.pdf\">http:\/\/www.e-teaching.org\/didaktik\/gestaltung\/ton\/podcast\/langtext_podcast_04_09_07.pdf<\/a><\/p>\n<p>[zuletzt abgerufen am 19.05.2013]<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Schneider, Daniel (2011). Introduction to Educational Technology. Hagen: Fernuniversit\u00e4t in Hagen (Kursnummer 33083)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Weidenmann, Bernd (2009). Multimedia, Multicodierung und Multimodalit\u00e4t beim Online- Lernen. In Issing, Ludwig. &amp; Klimsa, Paul (Hrg.), Online-Lernen (S. 73-86). M\u00fcnchen: Oldenbourg<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Blok, Rasmus &amp; Godsk, Mikkel (2008). Podcasts in Higher Education: What Students Want,<\/p>\n<p>What They Really Need, and How This Might be Supported. URL:<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.editlib.org.ub-proxy.fernuni-hagen.de\/p\/32442\/\">http:\/\/www.editlib.org.ub-proxy.fernuni-hagen.de\/p\/32442\/<\/a> [abgerufen am 09.06.2013]<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>de Witt, Claudia (2005). Integration von E-Learning in die Bildung. In Kleber, H. (Hrsg.), Perspektiven der Medienp\u00e4dagogik in Wissenschaft und Bildungspraxis (S. 204-217). M\u00fcnchen: kopaed.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Keller, John (1983). Motivational design of instruction. In Reigeluth, C. (Hrsg.), Instructional design theories and models: An overview of the current studies. Hillsdale NY: Erlbaum.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Kerres, Michael (2001). Multimediale und telemediale Lernumgebungen. Konzeption und Entwicklung. 2. Auflage. M\u00fcnchen: Oldenbourg<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Linek, Stephanie, Gerjets, Peter &amp; Scheiter, Katharina (2010). Speaker\/Gender Effect:<\/p>\n<p>Impact of the Speaker\u2019s Gender on Learning with Narrated Animations. URL:\u00a0 <a href=\"http:\/\/www.editlib.org.ub-proxy.fernuni-hagen.de\/p\/106351\/\">http:\/\/www.editlib.org.ub-proxy.fernuni-hagen.de\/p\/106351\/<\/a> [abgerufen am 09.06.2013]<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Mayer, Richard (2009). Multimedia Learning. Second Edition. New York: Cambridge University Press<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Moreno, Roxana &amp; Mayer, Richard (2000). Engaging Students in Active Learning: The Case for Personalized Multimedia Messages. URL:<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.ydae.purdue.edu\/lct\/hbcu\/documents\/Moreno_Engaging_Students_in_Active_Learning.pdf%20%20\">http:\/\/www.ydae.purdue.edu\/lct\/hbcu\/documents\/Moreno_Engaging_Students_in_Active_Learning.pdf\u00a0 <\/a>[abgerufen am 09.06.2013]<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Niegemann, Helmut, Domagk, Silvia, Hochscheid-Mauel, Dirk, Aslanski, Kristina, Deimann, Markus &amp; Kreuzberger, Gunther (2008). Kompendium multimediales Lernen. Heidelberg: Springer<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Reinmann, Gabi (2011). Instructional Design. Hagen: Fernuniversit\u00e4t in Hagen (Kursnummer 33082)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ritzhaupt, Albert, Gomez, Neil &amp; Barron, Ann (2008). The effects of time-compressed audio<\/p>\n<p>and verbal redundancy on learner performance and satisfaction.<\/p>\n<p>Sauer, Moritz (2007). Weblogs, Podcasting &amp; Online- Journalismus. K\u00f6ln: O-Reilly<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Schmidt, Tim, Ketterl, Markus &amp; Morisse, Karsten (2007). Podcasts: Neue Chancen f\u00fcr die universit\u00e4re Bildung. URL:<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.e-teaching.org\/didaktik\/gestaltung\/ton\/podcast\/langtext_podcast_04_09_07.pdf\">http:\/\/www.e-teaching.org\/didaktik\/gestaltung\/ton\/podcast\/langtext_podcast_04_09_07.pdf<\/a><\/p>\n<p>[zuletzt abgerufen am 09.06.2013]<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Schneider, Daniel (2011). Introduction to Educational Technology. Hagen: Fernuniversit\u00e4t in Hagen (Kursnummer 33083)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Weidenmann, Bernd (2009). Multimedia, Multicodierung und Multimodalit\u00e4t beim Online- Lernen. In Issing, Ludwig. &amp; Klimsa, Paul (Hrg.), Online-Lernen (S. 73-86). M\u00fcnchen: Oldenbourg<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Zorn, Isabel, Auw\u00e4rter Andreas, Kr\u00fcger, Marc &amp; Seehagen-Marx, Heike (2011). Educasting. Wie Podcasts in Bildungsbereichen Anwendung finden. URL: <a href=\"http:\/\/l3t.tugraz.at\/index.php\/LehrbuchEbner10\/article\/view\/20\">http:\/\/l3t.tugraz.at\/index.php\/LehrbuchEbner10\/article\/view\/20<\/a> [abgerufen am 09.06.2013]<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Neue Medien allein erzielen noch keinen Lerngewinn. Erst wenn sie auch didaktisch aufbereitet sind, kann ein Lernerfolg eintreten. Vorteile bzw. Potentiale Neuer Medien sind allerdings das\u00a0zeitlich und \u00f6rtlich flexible Lernen\u00a0sowie eine Steigerung und Aufbau der Medien- und Informationskompetenz. 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