{"id":154,"date":"2012-07-08T18:36:39","date_gmt":"2012-07-08T16:36:39","guid":{"rendered":"http:\/\/cl-www.fernuni-hagen.de\/mabm\/evaortmannwelp\/?p=154"},"modified":"2013-05-04T12:56:59","modified_gmt":"2013-05-04T12:56:59","slug":"erfolgreiche-e-learning-angebote","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/lehr-instrumente.de\/?p=154","title":{"rendered":"Erfolgreiche E- Learning Angebote"},"content":{"rendered":"<p>Es ist schon faszinierend, welche M\u00f6glichkeiten uns heutzutage das Internet mit Web 2.0 bietet. Gerade im Hinblick des Lebenslangen Lernens ist es immens wichtig, Neue Medien auch in der Berufsausbildung einzusetzen. Es gibt die vielf\u00e4ltigen Angebote des Internets wie Suchmaschinen, WIKIPEDIA, Blogs und vieles mehr, die man im Unterricht beispielsweise f\u00fcr Gruppenarbeiten nutzen lassen sollte. Ebenso\u00a0kann\u00a0f\u00fcr die Sch\u00fcler speziell\u00a0eine Lernplattform mit den OpenSource Softwares wie Moodle oder ILIAS eingerichtet werden.\u00a0Damit so ein Lernangebot aber auch wirklich effektiv ist, von den Sch\u00fclern genutzt wird\u00a0und nicht nur im &#8222;Internetall&#8220; herumgeistert, muss eine Menge beachtet werden.<!--more--><\/p>\n<p>Der Einsatz von Neuen Medien und ausgefeilten Technologien\u00a0garantiert leider noch keinen Lernerfolg. E- Learning Angebote sollten gut durchdacht und geplant werden!\u00a0Es muss das &#8222;richtige Medium&#8220; &#8211; also das richtige E- Learning- Angebot- f\u00fcr das jeweilige Bildungsanliegen gefunden werden. Genau wie bei der Unterrichtsvorbereitung muss nach bestimmten Kriterien die Konzeption,die Implementierung und Evaluation\u00a0eines E- Learning- Angebots erfolgen. Medien sollen dabei in Lehr-Lernprozessen genutzt werden, &#8222;mit dem Ziel neue Qualit\u00e4ten des Lernens und Lehrens f\u00fcr Bildung zu erm\u00f6glichen und deren Effektivit\u00e4t und Effizienz durch Einsatz von Technik zu steigern.\u201c (Kerres, \u00a02004, S. 2)<\/p>\n<p>Es gibt zahlreiche Modelle, die einem hierbei behilflich sein k\u00f6nnen.\u00a0Zwei Theorien der Medienp\u00e4dagogik m\u00f6chte ich kurz vorstellen:<\/p>\n<p>1. Die <strong>gestaltungsorientierte Mediendidaktik nach Kerres<\/strong> ist sozusagen eine &#8222;Vereinigung&#8220; des angloamerikanischen Instructional Designs (siehe unten) mit der &#8222;deutschen&#8220; Allgemeinen Didaktik. Ich fand diese &#8222;Theorie&#8220; pers\u00f6nlich sehr hilfreich bei der Konzeption der Lernumgebung f\u00fcr die Sch\u00fcler am Bildungszentrum St. Hildegard.\u00a0Die gestaltungsorientierte Mediendidaktik beschreibt, welche Analyseschritte notwendig sind, damit sich der &#8222;Mehrwert&#8220; einer mediengest\u00fctzten Lernumgebung einstellt und der zus\u00e4tzliche Aufwand, der damit in der Regel verbunden ist, auch tats\u00e4chlich Nutzen f\u00fcr die Rezipienten entfaltet. Denn\u00a0das virtuelle Lernangebot stellt\u00a0ein zus\u00e4tzliches Angebot zum traditionellen Unterricht dar-\u00a0 es findet dann sozusagen ein Blended- Learning statt.<\/p>\n<p>Die mediendidaktische Konzeption\u00a0wird auf der\u00a0Grundlage von Analysen des didaktischen Feldes abgeleitet. Wesentlich sind dabei folgende Parameter zu ber\u00fccksichtigen:<\/p>\n<ul>\n<li>&#8222;Merkmale der Zielgruppe (z.B. soziodemografische Daten, Vorwissen, Lernort, Mobilit\u00e4t, Medienzugang, Lernmotivation, Lerngewohnheiten, Lerndauer\u00a0 sowie Einstellungen und Erfahrungen)<\/li>\n<li>Spezifikation von Lehrinhalten und \u2013 zielen, d.h. es muss entschieden werden, bei welchen Lehrinhalten es sinnvoll ist, diese in der\u00a0virtuellen Lernumgebung zu bearbeiten bzw. anzubieten<\/li>\n<li>didaktische Methode: didaktische Transformation und Strukturierung der Lernangebote<\/li>\n<li>Merkmale der Lernsituation und Spezifikation der Lernorganisation (hier geht es darum, \u00a0wann erfolgt das Lernangebot, wie sieht es mit der Betreuung aus?)<\/li>\n<li>Merkmale und Funktionen der gew\u00e4hlten Medien und Hilfsmittel.\u201c (Kerres,\u00a02005, S. 4, \u00a0Kerres, 2001a, S. 135 f.)<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>2. Die Verfahrensschritte beim <strong>Instructional Design<\/strong>: Dieses Ur- Modell aus dem angloamerikanischen Raum beinhaltet als ersten Schritt die <em>Bedarfsanalyse<\/em>, danach die <em>Planung und Konzeption<\/em> des Lernangebots, u.a.\u00a0die Ausarbeitung der Ziele, der Lerninhalte und der Ressourcen der Zielgruppe.\u00a0Hierauf aufbauend erfolgt die <em>Entwicklung<\/em> und danach der <em>Einsatz\/ die Implementation<\/em> dieses Angebots. Abschlie\u00dfend ist eine <em>Evaluation<\/em> sehr wichtig, um den Erfolg des Angebots beurteilen zu k\u00f6nnen. (Reinmann, 2011, S.40f.)\u00a0 \u00a0Diese Schritte sind ebenso bekannt als ADDIE- Modell (<strong>A<\/strong>nalysis, <strong>D<\/strong>esign, <strong>D<\/strong>evelopment, <strong>I<\/strong>mplementation, and <strong>E<\/strong>valuation) (Niegemann, 2004, S.22)<\/p>\n<p align=\"left\">Keengwe und Georgina\u00a0verdeutlichen\u00a0in ihrem Artikel von 2011 auf Seite 118:\u00a0&#8222;Technology alone does nothing to enhance pedagogy; successful integration is all about the ways in which technology tools are used and integrated into the teaching and learning process to enhance student learning.&#8220;\u00a0 Ebenso wird die Wichtigkeit einer kontinuierlichen Betreuung des Lernangebots durch die Lehrenden klargestellt: Informationen, die regelm\u00e4\u00dfig gesendet werden m\u00fcssen, eine vorherige Ausarbeitung einer Netiquette und &#8222;Rubriken&#8220;, die\u00a0als Vorgabe f\u00fcr die Sch\u00fcler als Richtschnur dienen. Wichtig sind\u00a0auch zeitnahe R\u00fcckmeldungen und ein didaktisch sinnvolles Lenken auf die Lernangebote.<\/p>\n<p align=\"left\">Ein E- Learning Angebot ist kein Zeitersparnis und man kann auch keine Lehrkr\u00e4fte einsparen. Aber im Hinblick der stets geringer werdenden Halbwertzeit des Wissens und des daf\u00fcr notwendigen Lebenslangen Lernens kann auf ein zus\u00e4tzliches E- Learning Angebot nicht mehr verzichtet werden.<\/p>\n<p align=\"left\">Welche Potentiale grunds\u00e4tzlich E- Learning bietet, wird im\u00a0&#8222;Mai 2012&#8220;- Artikel \u00a0meines Blogs\u00a0zum Thema werden.<\/p>\n<p align=\"left\">Literaturverzeichnis:<\/p>\n<p>Keengwe, J. &amp; Georgina, D. (2011). Transitioning Face-to-Face (F2F) Courses to online Teaching. \u00a0In S. Barton et al. (Eds.), <cite>Proceedings of Global Learn Asia Pacific 2011<\/cite> (pp. 117-120). AACE.<\/p>\n<p>Kerres, M. (2001a). Multimediale und telemediale Lernumgebungen. Konzeption und Entwicklung. 2. Auflage. M\u00fcnchen: Oldenbourg.<\/p>\n<p>Kerres, M. (2004). Gestaltungsorientierte Mediendidaktik und ihr Verh\u00e4ltnis zur Allgemeinen Didaktik. URL: <a href=\"http:\/\/additor.hbk-bs.de\/home\/Binaries\/Binary8007\/m+didaktik-kerres.pdf\" target=\"_blank\">http:\/\/additor.hbk-bs.de\/home\/Binaries\/Binary8007\/m+didaktik-kerres.pdf<\/a><\/p>\n<p>Kerres, M. (2005). Didaktisches Design und eLearning. Zur didaktischen Transformation von Wissen in mediengest\u00fctzte Lernangebote. URL: <a href=\"http:\/\/alt.medida.info\/system\/files\/sites\/medida\/files\/kerres4miller-final_0.pdf\" target=\"_blank\">http:\/\/alt.medida.info\/system\/files\/sites\/medida\/files\/kerres4miller-final_0.pdf<\/a><\/p>\n<p>Niegemann, H.,\u00a0S., Hessel, S. et al. (2004). Kompendium\u00a0E- Learning. Heidelberg: Springer.<\/p>\n<p>Reinmann, G. (2011). Instructional Design. Hagen: FernUniversit\u00e4t Hagen. (Kursnr. 33082)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es ist schon faszinierend, welche M\u00f6glichkeiten uns heutzutage das Internet mit Web 2.0 bietet. Gerade im Hinblick des Lebenslangen Lernens ist es immens wichtig, Neue Medien auch in der Berufsausbildung einzusetzen. 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